Du bist nicht unabhängig. Du hast nur WLAN.
Was meine Oma mir über echte Freiheit beibrachte
Als Kind verbrachte ich jede Ferien bei meiner Oma, und dort gab es oft Stromausfälle. Das Licht flackerte, der Kühlschrank verstummte, und draußen wurde es still. Meine Oma lächelte und holte ratzfatz die Kerzen und Streichhölzer aus der Schublade. Sie war so gewappnet, dass sie die nötigen Sachen sofort zur Hand hatte. Kochen konnte sie immer, wann sie wollte, denn sie hatte ihre Küchenhexe.
Ich fühlte mich bei ihr immer gut aufgehoben. Es gab keine Hektik und keine Panik. Sie hatte die Wirtschaftskrise 1929 und Krieg überlebt und wusste: Alles kann gemeistert werden.
Eine Lektion, die ich erst vierzig Jahre später verstand
Ich habe das lange unterschätzt und dachte, das sei einfach eine nette Erinnerung aus meiner Kindheit und Jugend. Heute weiß ich, dass meine Oma mir das wichtigste Prinzip für finanzielle Unabhängigkeit vorgelebt hat.
Dein Business ist eine Illusion?
Du baust deine ganze Freiheit auf einen Bildschirm: dein Online-Business, dein Passwort-Manager, deine Cloud. Aber wenn morgen dein Router stirbt oder der Strom ausfällt, bleibt nur ein dunkles Rechteck. Kein Einkommen, kein Zugang, nur ein Passwort, das nirgendwohin führt. Mit dem toten Router ist dein Online-Standbein weg, egal wie viele Einkommensströme du im Internet aufgebaut hast.
Das ist der Denkfehler.
Wir haben gelernt, dass digitale Selbstständigkeit Freiheit bedeutet:
Überall arbeiten, von überall Geld verdienen. Und das stimmt auch, aber es stimmt nur zur Hälfte. Denn ein Standbein, das einen Server braucht, ist kein echtes Standbein. Es ist ein geliehenes. Und geliehene Freiheit ist keine.
Köpfchen schlägt Cloud
Meine Oma brauchte keinen Router. Ihr Einkommen, ihre Selbstständigkeit, ihre Fähigkeit, sich und andere durchzubringen: das alles hing an ihrem Köpfchen, ihrem Einsatz, ihren Händen – nicht an einem Router. An Werkzeugen, die in ihrer Hand lagen. An Wissen, das in ihrem Kopf war, nicht in einer Cloud.
Drei Dinge, die meine Oma wusste
Erstens: Deine Nebeneinkünfte sollten nicht nur online zugänglich sein, sondern auch offline funktionieren – mit Köpfchen und Händen. Frag dich bei jedem Standbein, ob es auch ohne Internet und ohne Strom funktioniert. Wenn die Antwort nein ist, hast du kein solides Standbein, sondern eine Abhängigkeit.
Zweitens: Fähigkeiten, die ohne Bildschirm funktionieren, sind die einzigen, die dir niemand nehmen kann. Schreinern, Schneidern, Gärtnern, Hühner halten, Reparieren, Handwerken, Brot backen, mit Menschen reden, etwas mit den Händen bauen. Du hast mehr davon, als du denkst. Du hast sie nur noch nie als Einkommensquelle betrachtet.
Drittens: Vorräte und Werkzeuge schlagen Apps und Abos. Eine volle Speisekammer, ein Vorrat an Wasser, Werkzeug, mit dem du umgehen kannst. Das ist kein Weltuntergangs-Gerede, sondern schlicht die Lektion meiner Oma, die Wirtschaftskrise und Krieg überlebt hat.
Meine Oma sagte auch immer wieder zu mir: „Was ist besser? Nichtwissen oder Wissen? Ich ziehe Wissen vor!”
Wenn morgen dein Router stirbt, ist auch dein Online-Standbein off, einfach aus. Aber wenn du angefangen hast, parallel etwas aufzubauen, das ohne Bildschirm läuft, dann lächelst du wie meine Oma.
Die Frau, die ihren Kindern in Technik voraus war
Meine Oma war immer offen, auch für die neueste Technik. Ich muss immer noch lachen bei der Erinnerung, als sie sich ein Schnurlostelefon-System geholt hat. Sie wollte auch unterwegs auf ihrem Gelände erreichbar sein, besonders wenn sie sich lange bei ihren Bienen aufgehalten hat. Sie war die Erste in der Familie, die sich diese damals neuartige Technik angeschafft hat. Ihre Kinder waren sprachlos, weil sie in Technik ihnen voraus war. Ich bekam das mit und schmunzelte bei dem Gedanken: Genauso ticke ich auch. Immer vorausdenken, immer mit Neugier entdecken.
Es ist wichtig, flexibel zu sein. Ohne Strom wirst du natürlich nicht dauerhaft sein, denn ein Stromausfall ist ein vorübergehender Ausfall. Meine Oma hätte sich sofort eine EcoFlow-Station * geholt, wenn es sie schon zu ihrer Zeit gegeben hätte. Und heute gibt es so viele Möglichkeiten, sich Strom zu holen.
Flexibel bleiben, egal was kommt
Was meine Oma vorgelebt hat, lebe ich, und jetzt gebe ich es weiter. Digitale Selbstständigkeit, physische Vorbereitung und ständige Weiterbildung gehören zusammen. Das eine schützt dich heute, das andere fängt dich auf, wenn der Strom ausfällt.
Tu den ersten Schritt und entdecke ein Handwerk neu. Entdecke auch eine neuartige Technik.
Falls du bei Punkt drei (Vorräte) jetzt denkst: Wo fange ich an? Was brauche ich wirklich?
Genau dafür habe ich “Sicher versorgt, Tag für Tag” geschrieben. Ein Leitfaden, der dir in einfachen Schritten zeigt, wie du deine Speisekammer und Wasserversorgung aufbaust. Ohne Panik, ohne Hamsterkäufe. Nur das, was wirklich funktioniert.
Hier geht’s zum Leitfaden: https://klck.cx/sicherversorgt
